Wochenrückblick vom 06.11.2020

6. November 2020 / Autor: Dunja Robin

Themen: Digitaler WenDo-Workshop für Frauen / Bayerische Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung / Bemühen um gynäkologische Spezialambulanz in München

Unter der Rubrik „Wochenrückblick“ berichten wir freitags in aller Kürze über die wichtigsten Themen,
mit denen sich die Mitarbeiterinnen des Netzwerkbüros beschäftigt haben.

Digitaler WenDo-Workshop für Frauen „starke Frauen: mitmachen macht Mut“

Vergangene Woche am Donnerstag fand in Zusammenarbeit mit der BAG Selbsthilfe und den Netzwerk Frauen Bayern ein digitaler WenDo-Workshop statt.
Er war Teil des Projekts „Stärkung und Empowerment für Frauen und Mädchen mit Behinderung und chronischen Erkrankung“ der BAG Selbsthilfe.
Nicole Kautz, Leiterin des Projekts, übernahm dabei den theoretischen Input.
Dabei ging es um Empowernde Perspektiven auf Selbstbestimmung und Teilhabe.
Ümmahan Gräsle, Fachreferentin für Gewaltprävention im Netzwerk Frauen Bayern, gab Einblick in das Konzept und die Strategie von WenDo:
Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen.
Und sie regte zum Austausch über Diskriminierungs- und Empowermenterfahrungen an.
Ümmahan Gräsle:
„Gerne hätte ich auch praktische Übungen, speziell für Frauen und Mädchen mit Behinderung gezeigt.
Dazu fehlte mir aber die entsprechende Technik.
Es gibt aber Schnupperkurse, die einen guten Einblick in den Kurs geben und auch bei der Finanzierung des Kurses beraten.
Das Hessische Koordinierungsbüro für Frauen mit Behinderungen bietet eine Liste von Trainerinnen, die im Umgang mit Frauen und Mädchen mit Behinderung geschult sind.

Bayerische Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung

Am Mittwochvormittag trafen sich die Mitglieder der Bayerischen Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung zu einer digitalen Sitzung.
Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Prüfung des Jahresabschlusses für 2019 und der Budgetplan für 2021.
Und natürlich wurde über eingegangene Anträge entschieden.
So wurde beispielsweise einem Beschädigten im Sinne des Opferentschädigungsgesetzes finanzielle Beihilfe für eine Zahnersatzmaßnahme bewilligt.

Zudem gab es einen interessanten Vortrag von Herrn Walter Miller über das GIB-BLWG.

Das GIB ist eine Bildungseinrichtung.
GIB steht für:
Gesellschaft:Inklusion:Bildung
Das Institut wurde 1999 gegründet, um die Kommunikation zwischen hörbehinderten und hörenden Menschen in Bayern zu verbessern.
Es verfolgt das Ziel, eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bürger an unserer Gesellschaft zu ermöglichen.
Dies gilt für alle Menschen mit Hörbehinderung in Bayern – für Gehörlose, Schwerhörige, CI-Träger und Taubblinde.

Zu diesem Zweck haben im Juli 1999 der Freistaat Bayern, die bayerischen Bezirken, die Verbänden der Gehörlosen und Fachverbänden einen gemeinnützigen Verein gebildet.
Das GIB wird zu gleichen Teilen vom Freistaat Bayern und den bayerischen Bezirken finanziert.
Weitere Zuschüsse erhält das GIB von Stiftungen.
Eine dieser Stiftungen ist die Bayerische Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung.

Herr Miller zeigte in seinem Vortrag auf, wie die von dieser Stiftung zur Verfügung gestellten Gelder genutzt werden:
Sie helfen dabei, eine gute Versorgung mit Gebärdensprachdolmetschern zu gewährleisten.
Eben auch für Fälle, die vom Freistaat und den Bezirken nicht gefördert werden.
Das können unter anderem auch ein Dolmetschereinsatz bei einer etwa Feier zu einem Runden Geburtstag oder ähnliche Zwecke sein.

Auskunft zur Finanzierung von Dolmetschereinsetzen gibt das GIB hier.

Bemühen um gynäkologische Spezialambulanz in München

Am Mittwochnachmittag hatte das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München (kurz: RGU) eingeladen zu einem digitalen Austauschtreffen.
Das Ziel war, die nächsten Schritte für die Einrichtung einer gynäkologischen Spezialambulanz für Frauen mit Mobilitätseinschränkungen in München zu besprechen.
Eingeladen waren hierzu Vertreter*innen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), der Gynäkolog*innen und Vertreterinnen der Interessen von Frauen mit Behinderungen.

Es freut uns Netzwerkfrauen zu berichten, dass das RGU diese Bemühungen nun zur „Chefsache“ gemacht habt:
Frau Beatrix Zurek und Herr Rudolf Fuchs, die Leiterin und der stellvertretende Leiter des RGUs, nahmen beide an der Besprechung teil.
Sie betonten mehrfach, wie wichtig es ihnen sei, dass ein entsprechendes Angebot nun so schnell wie möglich starten kann.

Dennoch gibt es noch einige offene Fragen, die es zu klären gilt.
Voraussichtlich wird es im Dezember ein weiteres Treffen für weitere Absprachen geben.

Am Montag trifft sich zudem die Unterarbeitsgruppe des FAK „Frauen“ des Münchner Behindertenbeirats, um weitere Schritte zu besprechen.
Wir Netzwerkfrauen werden natürlich auch weiterhin über den aktuellen Stand berichten.

Nun wünschen wir allen ein gutes Wochenende.

Kommentar schreiben

Kategorien

Neueste Beiträge