Bericht vom Herbstplenum der Netzwerkfrauen

29. Oktober 2018 / Autor: Karin Winklhofer

Treffen in der Pfennigparade

 

Am vergangenen Samstag fand das Herbstplenum der Netzwerkfrauen-Bayern statt.
Diesmal trafen wir uns in den Club-Räumen der Pfennigparade, die uns deutlich mehr Platz bieten.

 

 

Etwa 15 Frauen der Netzwerkfrauen Bayern sitzen an langen Tischen zusammen beim Plenum

Thema Landespflegegeld

 

Susie Kempa, eine unserer Sprecherinnen, berichtete ausführlich über das Bayerische Landespflegegeld, wer es bekommt und wie es beantragt wird und beantwortete auch zahlreiche Fragen zum Thema.
Von ihr zusammengestellte Basis-Informationen findet Ihr auch in dem Blogbeitrag zum Thema.

 

Bericht aus dem Netzwerkbüro

 

Büroteam der Netzwerkfrauen-Bayern. Von rechts nach links: Dunja Robin, Marion Stangl, Esther Junghanns

Esther Junghanns, Marion Stangl und Dunja Robin (von links nach rechts) vom Netzwerkbüro

 

Homepage

Der Bericht aus dem Netzwerkbüro umfasste unter anderem unsere Homepage, bei der wir Struktur und Aussehen weiter verbessern, immer mehr Bilder einfügen und die Vorlese-Funktion verbessert haben. Darüber hinaus gibt es in unserem Blog regelmäßig neue Informationen und den Wochenrückblick.

 

Ein Anmelde-Button mit Formular für unseren Rundbrief per Mail ist in Arbeit. Am Forum wird ebenfalls weiter gearbeitet, wobei dies nur funktionieren kann wenn sich Netzwerkfrauen selbst rege beteiligen.

 

Datenschutzgrundverordnung

Die Auswirkungen der neuen Datenschutzgrundverordnung machen uns viel Arbeit und wir müssen vieles neu strukturieren.
Da wir unseren Verteiler auch deswegen überarbeiten müssen werden wir eventuell in nächster Zeit Euer Einverständnis zur Nutzung der gespeicherten Adressen erneut einholen.
Im Winter werden die Mitarbeiterinnen des Netzwerkbüros eine Schulung zur Datenschutzgrundverordnung bekommen.

 

Welche Informationen braucht das Büro über die Netzwerkfrauen?

Diese Grundsatzfrage haben wir beim Plenum öffentlich aufgegriffen:
Muss das Büro erfassen wer welche Behinderung hat?

Einerseits können diese Daten wichtig sein bei den Wahlen der Sprecherinnen.
Andererseits sind gerade diese Daten besonders schützenswert, nicht nur in Bezug auf die Datenschutzgrundverordnung.

Wir vom Büro sehen keine Gefahr, dass Frauen nur behaupten, behindert zu sein, damit sie bei uns abstimmen können.
Die Netzwerkfrauen profitieren aber von jeder Frau, die sich aktiv einbringt.
Zu hohe Hürden versperren nur den Weg zu uns – viele Frauen wollen nicht ständig mit ihrer Behinderung oder Krankheit argumentieren und „sich ausweisen“.

Diese Argumentation fand im Plenum Zuspruch.
Das bedeutet:
Wir werden auch in Zukunft keine personenbezogenen Daten über die konkreten Behinderungen oder Krankheiten der bei uns organisierten Frauen erheben, verarbeiten und speichern!

 

Was es noch zu berichten gab:

  • Das Positionspapier gegen Gewalt an Mädchen mit Behinderung wird bald in Form einer Broschüre und online erhältlich sein. Der AK „Mädchen mit Behinderung“ des Münchner Fachforums für Mädchenarbeit hat das Positionspapier in Anlehnung an das Positionspapier gegen Gewalt an Frauen des FAK „Frauen“ des Münchener Behindertenbeirats erstellt. Natürlich arbeitete der AK Mädchen mit Behinderung dabei die besonderen Bedürfnisse und Situationslagen von Mädchen und jungen Frauen ein.
    Das Positionspapier richtet sich an Mädchen und junge Frauen mit Behinderung, aber auch an Betreuungspersonen und Ansprechpartner. Es ist sowohl in Alltags- als auch in leichter Sprache geschrieben.
  • Dunja Robin vertritt das Netzwerk im Bayerischen Landesfrauenrat und wurde dort in den Hauptausschuss gewählt.

    Dunja Robin mit Frauen des Hauptausschusses des Bayerischen Landesfrauenrats

    Dunja Robin mit Frauen des Hauptausschusses des Bayerischen Landesfrauenrats

  • Lieve Leirs und Dunja Robin haben einen dauerhaften Gastsitz in der Münchner Stadtratskommission für Frauen über den Behindertenbeirat der Stadt München.
  • Die gynäkologische Spezialambulanz für München wurde vom Gesundheitsausschuss in der Sitzung am 18.10.18 einstimmig genehmigt!
    Nachdem sich die Netzwerkfrauen sehr lange dafür eingesetzt hatten eine weitere gynäkologische Ambulanz für Frauen mit Behinderung neben Dachau zu bekommen ist dies ein erfreulicher und großer Schritt in Richtung einer besseren Gesundheitsversorgung für Frauen mit Behinderung.
  • Umahan Gräsle ist nun fest angestellt als „Referentin für Gewaltprävention“.
    Die Trainerinnenschulung wurde im Januar erfolgreich abgeschlossen.
    Am 13. November findet ein Vernetzungstreffen für Frauenbeauftragte in Nürnberg statt.
  • Im Rahmen der Fortschreibung des Aktionsplans der Stadt München zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wurde ein Konzept erarbeitet für einen Trägerverbund in München für Gewaltprävention und Hilfen bei Gewalt speziell für Mädchen und Frauen mit Behinderungen. Wenn dieses Konzept vom Stadtrat genehmigt wird, werden IMMA e.V., miraMädchenbildung, Wildwasser München e.V. und wir Netzwerkfrauen-Bayern auf verschiedene Weisen zusammenarbeiten und jeder für sich eigene Spezialangebote für die Zielgruppe entwickeln und anbieten.
  • Das Netzwerkbüro hielt auch in diesem Jahr diverse Vorträge. Zum Beispiel beim Fachtag „Zu behindert um gute Eltern zu sein? – Von wegen!“ im Juni in Neu-Ulm.

    Dunja Robin mit Teilnehmern der Veranstaltung "Zu behindert um gute Eltern zu sein? Von wegen!"

    Dunja Robin mit Teilnehmern der Veranstaltung „Zu behindert um gute Eltern zu sein? Von wegen!“

  • Wir wollen uns mit einer eigenen Veranstaltung am Weltfrauentag 2019 beteiligen und bereiten dies derzeit vor.
  • Die Audio-Slideshow der Netzwerkfrauen wird demnächst fertig gestellt.
  • Das Logo der Netzwerkfrauen wird überarbeitet, eine einheitliche Schriftart für das Netzwerk erarbeitet und es werden neue Visitenkarten erstellt. Die Überarbeitung unserer Flyer ist ebenfalls in Arbeit.

 

Abstimmung zur neuen Geschäftsordnung

 

Am Nachmittag stimmten wir über die neue Geschäftsordnung der Netzwerkfrauen-Bayern ab. Wie bereits in unserem Blog berichtet wurde mussten diverse Teilbereiche angepasst werden. Außerdem wurde die Bezeichnung in „Geschäftsordnung“ geändert, da nur Vereine eine „Satzung“ haben.

Die Änderungen wurden mit 8 Stimmen gegen 2 Stimmen ( und 2 Enthaltungen) angenommen.

Die neue Geschäftsordnung, wie sie nun seit dem 20.10.2018 in Kraft ist, findet Ihr HIER als pdf.

 

Vorstellung der Sprecherinnen & offener Austausch

 

Bilder des neuen Sprecherinnen-Teams. Von links nach rechts: Susie Kempa, Ute Kurth, Kerstin Klingelhöffer, Patricia Koller, Lieve Leirs

 

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde des neuen Sprecherinnen-Rats war Zeit für den offenen Austausch.

 

Netzwerkfrauen sitzen beimPlenum zusammen und beraten

 

Dabei stellte sich heraus, dass das Thema Assistenz vielen unter den Nägeln brennt.

Es wird daher das Schwerpunkt-Thema beim Frühjahrsplenum 2019 sein.