Disability Pride Month München Juli 2026
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In unserem Adventskalender finden sich (Lebens)geschichten von Frauen und Mädchen mit Behinderungen.
Unsere ehemalige Praktikantin, Helen Groß, hat diese Frauenportraits aus aller Welt (teilweise auch der fiktiven Welt) und den verschiedensten Jahrhunderten gesammelt und aufgeschrieben.
Hinter dem heutigen Türchen verbirgt sich
„Wenn ich male, vergesse ich den Rollstuhl“, sagt Annette Jablonski über ihre Leidenschaft, die Malerei.
Die kämpferische Künstlerin erblickte 1978 in Polen das Licht der Welt. Im Säuglingsalter kam es zu einem Zwischenfall, in dessen Folge sie nun im Rollstuhl sitzt und eine starke Sprachbehinderung hat. Die Tetraspastik spornt sie jedoch nur weiter an, sich kreativ auszuleben. Ihre moderne Kunst zaubert sie mit Acrylfarben und der Enkaustik-Technik auf die Leinwand. Mit Hilfe der Malerei kann sie sich ausdrücken, mit ihrer Umgebung kommunizieren.
Bis sie diese Möglichkeit für sich entdeckte, beschritt sie einen langen Weg. Im Jahre 2001 belegte sie in einer Kur einen Malkurs und entdeckte das Malen mit gefärbtem Bienenwachs (Enkaustik-Technik). Nach ein paar überzeugenden Worten der Kursleitung wusste sie: „Das will ich weiterhin machen“. Zunächst zerstritt sie sich deshalb mit ihren Eltern, da sich diese nicht davon überzeugen ließen, dass Annette damit auch Geld verdienen kann. Heute haben sich die Wogen wieder geglättet.
Ihre Karriere nahm ihren Anfang mit dem Einzug in eine betreute Wohngruppe für Menschen mit Behinderung. Dort hat sie seit 2007 ihr eigenes Atelier. Schon 2003 stellte sie ihre ersten Bilder aus. Mit ihren nationalen Ausstellungen und Museumsaufwartungen in den Niederlanden hat sie den für sie passenden Platz in der Gesellschaft gefunden. „Seit ich der Tätigkeit des Malens nachgehe, fühle ich mich als gleichwertiger Teil der Gesellschaft“, erklärt sie.
Wahrscheinlich hat auch ihre Mitarbeit bei Schüler- und Studentenprojekten ihren Teil dazu beigetragen, die für sie sehr wichtig ist. Derzeit steht ein neues Projekt an. Die Düsseldorfer Künstlerin träumt davon, unter die Schriftsteller zu gehen.
Mit ihrem Lebensentwurf verfolgt sie das Ziel, die Botschaft „Es ist alles möglich“ an andere Menschen mit und ohne Behinderung zu vermitteln.
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