17.05.2019: Wochenrückblick des Netzwerkbüros

17. Mai 2019 / Autor: Dunja Robin

Unter der Rubrik „Wochenrückblick“ berichten wir jeden Freitag in aller Kürze von den wichtigsten Themen, mit denen sich die Mitarbeiterinnen des Netzwerkbüros beschäftigt haben.

Vortrag für Werkstatt- und Bewohnerbeiräte

Direkt nach der konstituierenden Sitzung (das heißt der ersten Sitzung, in der das Gremium genauer ausgestaltet wird) der  Bayerischen Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung in neuer Zusammensetzung und mit neuer Satzung am Dienstagvormittag machte sich Dunja Robin auf den Weg nach Perasdorf zum Kloster Kostenz.
Hier fand eine dreitägige Fortbildung für Bewohnervertretungen und Werkstatträte statt.

Dunja war als Referentin eingeladen und gestaltete den Nachmittag rund um das Thema „Mit-reden, Mit-wirken, Mit-Bestimmen – gemeinsam gute Gremienarbeit machen“.

Dabei erarbeiteten wir gemeinsam, was eigentlich ein Gremium ist, welche Rechte der Bewohnervertretung und dem Werkstattrat zustehen und wo diese verankert sind.
Zudem ging es um Vernetzung, Protokollführung und mehr.

Die Teilnehmer haben sich sehr aktiv eingebracht und so können wir von einem für alle Beteiligten gewinnbringenden Nachmittag sprechen.

Münchener Stadtratskommission zur Gleichstellung

Am Donnerstag Abend war Dunja Robin im Rathaus, um an der 314. Sitzung der Stadtratskommission zur Gleichstellung von Frauen teilzunehmen.

Schwerpunktthema war diesmal das sogenannte 3. Geschlecht, also intergeschlechtliche Menschen, die neue Gesetzgebung hierzu und wie die Stadt München damit umgeht.
Was man unter „Intergeschlechtlichkeit“ versteht ist hier gut erklärt.
Auch in Leichter Sprache.
Ulrike Mößbauer aus der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen informierte über das Thema.

Dabei wurde deutlich:
Das Gesetz hat gravierende Lücken und blieb weit hinter den Erwartungen zurück.
Die Stadt jedoch bemüht sich, eine für die Betroffenen gute Lösung zu finden.

Danach wurde unter anderem ein Empfehlungsentwurf über Familienfreundliche, flexibilisierte Ausbildung für insbesondere alleinerziehende junge Mütter besprochen und vom Gremium bewilligt.
Auch haben wir einen genaueren Blick auf die Zustände in den ANKER-Zentren geworfen und überlegt, was die Kommission tun kann, damit die Bedingungen für die Frauen und Familien, die dort untergebracht sind, verbessert werden und Menschenrechtsverletzungen dort aufhören.

Teamsitzung mit den Sprecherinnen

Abschließen werden wir diese Woche im Büro mit einer Teamsitzung mit den Sprecherinnen.
Dabei wird es unter anderem um unser Frühjahrsplenum gehen, das wir aktuell vorbereiten.

Demo „1 Europa für alle“

Am Sonntag hoffen wir darauf, viele bekannte und auch neue Gesichter zu treffen bei der Demo gegen Nationalismus, die um 12 Uhr am Münchener Odeonsplatz startet
Auch in vielen anderen deutschen Städten findet die Demo statt.

Uns ist wichtig, dass wir Frauen und Mädchen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sichtbar werden und zeigen, dass auch wir zu einem bunten Europa für alle ganz selbstverständlich dazugehören.
Dass auch unsere Bedürfnisse erfüllt und unsere Rechte gewahrt werden müssen.
Dass auch wir uns in die Gesellschaft einbringen und diese bereichern können und wollen.

Wichtig ist deshalb auch die sogenannte „Europawahl“.
Bei dieser Wahl wird das nächste europäische Parlament gewählt.
Hier kann man Informationen zur Europawahl in Leichter Sprache herunterladen.

Auch Menschen, die unter Betreuung stehen und bisher von der Wahl ausgeschlossen waren können dieses Jahr mitwählen.
Wie das geht erfahren Sie hier in einem Artikel der SZ.

Nur wenn wir uns und unsere Interessen aktiv einbringen, können wir die Zukunft in unserem Sinne gestalten.

In diesem Sinne wünschen wir ein aktives aber zugleich auch erholsames und gutes Wochenende.

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