Gerlinde Debus erhält die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

16. September 2020 / Autor: Karin Winklhofer

Professorin Dr. Gerlinde Debus wird für ihr Engagement geehrt

 

Bürgermeisterin Verena Dietl überreichte Professorin Dr. Gerlinde Debus die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, verliehen von Bundespräsident Frank-Walter Steimeier, am 7. September 2020. Sie wird damit für ihr langjähriges und beispielhaftes Engagement insbesondere im Projekt „Gynäkologische Ambulanz für Frauen und Mädchen mit Behinderung“ geehrt.

Für die Netzwerkfrauen-Bayern war ihr Engagement der Schlüssel zur Errichtung der Spezialambulanz in Dachau, die bis 2019 bestand.

 

Wegbereiterinnen für die Spezialambulanz

 

Im Jahr 2007 wurde die gynäkologische Spezialambulanz unter der Leitung von Gerlinde Debus in Dachau eröffnet. Bis zu ihrer wohlverdienten Rente war sie eine kompetente Ansprechpartnerin und Ärztin für viele Frauen mit Behinderung, die ebenfalls ihre Verdienste und ihr Engagement hoch loben. Ohne Gerlinde Debus hätte es die Gynäkologische Spezialambulanz Dachau so wohl nicht gegeben.

 

Start des Projekts 2002

Bei den Netzwerkfrauen-Bayern gründete sich im Jahr 2002 ein Arbeitskreis von betroffenen Frauen, die sich dafür einsetzten, Versorgungslücken im Bereich der frauenärztlichen Versorgung zu schließen.
Es sollte eine barrierefreie gynäkologische Ambulanz in Bayern geben.

Bis zur Eröffnung der ersten Spezialambulanz 2007 war es ein langer, steiniger Weg.
Die Mitglieder des AKs, darunter Ute Strittmatter sowie die Gründungsfrauen Uschi Ohlig, Tanja Miedl, und Ruth Müller, trafen sich alle vier bis sechs Wochen, um das Vorhaben umzusetzen.
Ein wichtiger Schritt war es, herauszuarbeiten, was genau Frauen mit Behinderungen benötigen, damit sie frauenärztlich gut versorgt werden können.

 

Um Lösungen für die vielen Problemstellungen zu finden, musste der Dialog mit vielen unterschiedlichen Experten geführt werden. Außerdem brauchte es eine Ärztin, die für die Idee Feuer und Flamme war:
Frau Prof. Dr. Gerlinde Debus, damals noch Leitung im städtischen Klinikum München-Neuperlach.
Frau Dr. Debus war schnell für die Idee zu begeistern, eine gynäkologische Ambulanz nach dem Frankfurter Modell aufzubauen.

Nach jahrelangen Vorbereitungen wurde der Wunsch vieler Frauen mit Behinderung Wirklichkeit: Am 14.11.2007 konnte die gynäkologische Ambulanz feierlich eröffnet werden. Gerlinde Debus war ans Isar-Amper-Klinikum in Dachau gewechselt und leitete die Ambulanz bis zu ihrer wohlverdienten Rente.

 

Die Netzwerkfrauen-Bayern gratulieren Gerlinde Debus zu dieser besonderen und vor allem auch sehr verdienten Ehrung!

 

 

 

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